antik-instrumente

In unserer eigenen Werkstatt werden für den Wiederverkauf immer wieder gut ausgewählte Klaviere und Flügel restauriert. Dank unserer mehr als 30-jährigen Reparaturerfahrung sind wir in der Lage, beinahe jedem Instrument seine individuelle Reparatur zu gewähren.

Anders als heute waren die Instrumente vergangener Zeiten sehr grossen Material- und Qualitätsschwankungen unterworfen. Zudem hatten viele Hersteller vor hundert Jahren ihre Konstruktionen noch nicht perfektioniert. Mit neuester Technologie und viel Erfahrung lassen sich die wirklich guten, alten Stücke sogar noch veredeln.

Unter Antikinstrumenten verstehen wir Klaviere und Flügel, die vor dem 2. Weltkrieg hergestellt worden sind.

Diese Instrumente charakterisieren sich durch eine Bauphilosophie, die in der heutigen Zeit kaum mehr realisierbar wäre. Damals baute man "so gut wie möglich", im Gegensatz zur heutigen Zeit, wo oft "so gut wie nötig" gebaut wird. Wir unterscheiden drei Kategorien (relevant sind nur die reparaturgeeigneten, hochwertigen Instrumente):

(Texte: Urs Kupferschmid)

a) Instrumente vor Baujahr ca. 1908

Diese Instrumente verfügen über eine ausgezeichnete Materialauswahl und eine pefekte handwerkliche Verarbeitung. Die Instrumente sind oft in verspielten, barocken Ausführungen mit wunderschönen Wurzelholz-Furnieren gearbeitet. Die Basis der Gehäuse ist immer massives Tannenholz (heute bis zu 99% MDF und Sperrhölzer). Die akustischen Anlagen basieren auf Erfahrungswerten und sind mit Ausnahme der Basslagen oft sehr gut. Da die Instrumente teilweise enorme Gehäusehöhen aufweisen, werden viele Fehler kaschiert. Probleme bereiten oft die Spielwerke. Die meisten Instrumente aus dieser Zeit können nicht höchsten Ansprüchen genügen.

(gelungene Beispiele:

Klavier: Burger & Jacobi, Barockversion, mit Wurzelholz furniert, ca. 1900.

Flügel: C. Bechstein, Modell Klassik, Schellack schwarz.)

b) Instrumente gebaut zwischen ca. 1908 und 1925

Diese Instrumente funktionieren sehr zuverlässig und sind in der gleichen Art und Weise gebaut wie ihre Vorgänger. Die Gehäuseformen sind schlichter und oft im Jugendstildesign.

c) Instrumente ab Baujahr ca. 1925

Diese Instrumente sind in ihrer Qualität und Verarbeitung auch heute noch mit den besten Produkten auf dem Markt vergleichbar. Die Materialauswahl war nie mehr besser und das Wissen im Klavierbau mehr oder weniger erarbeitet. Diese Instrumente verfügen über grosse Klangkörper, sind mit Renner-Mechaniken ausgestattet und oft in schlichten, auch heute noch aktuellen Gehäuseformen ausgearbeitet.

(gelungene Beispiele:

Klaviere: Burger & Jacobi, Sabel, Grotrian Steinweg, Pfeiffer u.a.

Flügel: Steinway & Sons, C. Bechstein.

Wir reparieren übrigens heute nur noch die ausgereiftesten Instrumente ihrer Zeit. Dies sind in der Regel Produkte der Hersteller, die heute noch produzieren (z. B. C. Bechstein, Steinway & Sons, Grotrian-Steinweg etc.) sowie die wirklich guten schweizer Marken (Burger & Jacobi, Sabel und Schmidt-Flohr).